Ute Vogt in der Filderhalle Leinfelden.

Ortsverein

Am 24. Februar 2006 machte sich eine Delegation aus Altenriet auf zur Filderhalle in Leinfelden. Die Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin in Baden-Württemberg, Ute Vogt, hatte ihr Kommen angesagt. Nach einem einleitenden Film, in dem Bürger zu Themen interviewt wurden, welche die Menschen derzeit bewegen, erschien Ute Vogt auf der Bühne und wurde von den über 200 angereisten Bürgerinnen und Bürgern unserer Region begeistert empfangen. Die zentralen Themen des Abends waren Arbeitsmarkt-, Energie- und Bildungspolitik.

In der Arbeitsmarktpolitik kritisierte Ute Vogt vor allem den Umgang der jetzigen Landesregierung mit dem Problem der Arbeitslosigkeit. Wenn ein Ministerpräsident die Entlassung von über 6000 Mitarbeitern bei Daimler-Chrysler als ein Fitness-Programm für das Unternehmen bezeichne, dann sei das mehr als zynisch. Wichtig sei es, dass die Politik sich darum kümmere, wo in Zukunft neue Arbeitsplätze entstehen können.

Beim Thema Energie warf sie der Landesregierung vor, die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern zu wollen, obwohl mit der Energiewirtschaft der langfristige Atom-Ausstieg vereinbart wurde. Firmen, die sich mit alternativen Energien beschäftigen, würden in unserem Land benachteiligt. Die Menschen in Neckarwestheim seien besorgt wegen möglicher neuer Lagerstätten für Atom-Müll.

Im Bereich der Bildungspolitik stellte Sie fest, dass die Bildungs- und Qualifizierungsaufgabe von der Politik angestoßen werden müsse. Der jüngste UN-Bericht zur Bildungssituation komme jedoch zum Ergebnis, dass die Schulen in Deutschland die Schülerinnen und Schüler ignorieren. Freude am Lernen werde durch übergroßen Druck verhindert. Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt kämen zu kurz.

In der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde wurde von den Zuhörern u.a. gefordert, es den Unternehmen zu erschweren, sich ins billige Ausland abzusetzen. Die staatliche Förderung solchen Vorgehens müsse abgestellt werden. Nach der Beantwortung weiterer Fragen aus dem Publikum bedankte sich MdL Nils Schmid bei Ute Vogt für ihre aufschlussreiche Rede. Mit großem Beifall verabschiedeten die anwesenden Gäste eine Politikerin mit Format.

zuletzt geändert: 25.05.2006

 
 

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