Neujahrsempfang 2008 des SPD Ortsvereins Altenriet

Ortsverein

Zu seinem nun fünften Neujahrsempfang hatte der SPD Ortsverein am Freitag, den 25. Januar 2008 in das Ev. Gemeindehaus in Altenriet eingeladen.

Zahlreiche Besucher aus Altenriet und den Nachbargemeinden fanden sich ein und wurden mit einem Glas Sekt empfangen. Eröffnet wurde der Neujahrsempfang durch ein festliches Musikstück für Klavier, Trompete und Cello, dargeboten von Frau Stephanie Halder und ihren Söhnen Samuel und David Halder.

Danach begrüßte der 1. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hans-Georg Kruse die eingetroffenen Gäste und erinnerte in seiner Einleitung an die sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge unseres Landes im vergangenen Jahr, verbunden mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung dieses positiven Trends auch im Neuen Jahr 2008.

Drei ungarische Lieder sowie ein jazziges Musikstück, gekonnt vorgetragen von Frau Stephanie Halder am Klavier und Ihrem Sohn David am Cello leiteten über zum Grußwort von Pfarrer Frank Wössner. Er freue sich über den Neujahrsempfang des SPD Ortsvereins, der das Ev. Gemeindehaus jeweils am Jahresbeginn zum Ort der Begegnung mache. Das Jahr 2008 habe mit einem klassischen Fehlstart begonnen. Börsenkrach, Bankenkrise, Werksschließungen und das immer weiter fortschreitende Auseinanderdriften von Ökonomie und Moral in unserer Gesellschaft hinterlassen kein gutes Gefühl für die Zukunft. Zusammen mit den Bürgern beschäftige ihn auch die Frage, ob es den Rainerwald in seiner jetzigen Form noch länger geben werde oder ob dieser einer Golfplatz-Erweiterung geopfert werde.

Mit Blick zurück auf das Jahr 2007 stellte Bürgermeister Bernd Müller in seinem Grußwort fest, dass der Aufschwung auch in der Gemeinde Altenriet angekommen sei. So konnten wichtige Investitionen wie z.B. die Sanierung der Grundschule in Angriff genommen werden. Durch die Aufnahme der Gemeinde in das Landessanierungsprogramm bestehe die Chance, die innerörtliche Entwicklung voranzutreiben und so die Ortsmitte zu stärken und aufzuwerten. Gleichzeitig freue er sich über das vielfältige Engagement der Altenrieter Bürger als eine Grundlage der Demokratie. Der in der Gemeinde gelebte gute Bürgersinn stifte Zusammenhalt, auch wenn es darum gehe, sich einzumischen. So formiere sich derzeit in Altenriet ein breiter Widerstand gegen die Golfplatz-Ausbaupläne und der damit verbundenen Abholzung von 19 Hektar des Rainerwaldes. Die Gemeinde werde mit den Bürgern Schulter an Schulter gegen den Ausbau kämpfen. Die geplante Erweiterung gehe über jede ökologische Vernunft und gegen den Schutz von Natur und Umwelt.

Über ein weiteres Musikstück für Klavier und Trompete, wiederum vorgetragen durch die Musiker der Familie Halder bedankte sich das Publikum mit großem Beifall.

Der Hauptredner des Abends MdB Jörg Tauss aus Karlsruhe, setzte an den Beginn seiner Neujahrsansprache einen Neujahrsspruch von Erich Kästner „Wird’s besser, wird’s schlimmer fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich“. Jedes neue Jahr fordere dazu auf, etwas zu wagen, zu verändern, Aufgaben anzugehen und gut abzuschließen. Dazu passe jedoch nicht das sich derzeit verbreitende Lebensgefühl der Angst in Deutschland. Da werde bei uns über die Gesundheitsreform und die damit verbundenen Mehrbelastungen gejammert, während z.B. in Weißrussland wirkungsvolle Medikamente nur für Kinder der Wohlhabenden erhältlich seien. Wenn man im Ausland von den deutschen Problemen berichte, wundere man sich dort und hätte gerne unsere Probleme.
Im weiteren Verlauf seiner Rede sprach sich Jörg Tauss für die Fortsetzung des beschlossenen Atomausstieges aus. Wir müssen, wollen und wir können anderen Staaten zeigen, dass eine Energie-Versorgung auch ohne Atomkraft gehe. Dies auch aus Kostengründen, denn mit dem bundesweit höchsten Anteil am Atomstrom haben wir in Baden-Württemberg die vergleichsweise höchsten Strompreise. Die derzeitige Debatte um eine Verlängerung der Restlaufzeiten verhindere Milliardeninvestitionen in eine zukunftsfähige Energiegewinnung.
Man stehe vor einem Berg von Aufgaben vor allem in den Bereichen, Finanzen, Steuern, Gesundheitsreform, Energiepolitik, demografischer Wandel, Föderalismusreform. Dazu sei der Mut zu Entscheidungen notwendig und nicht die Angst vor Veränderungen.
Im Rahmen der „Nationalen Qualifizierungsinitiative“ habe der Bundestag jüngst Maßnahmen beschlossen, um dem Ziel, allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können, näher zu kommen. Ein guter Ausbildungsplatz sei besser als das beste Erziehungscamp. Für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts wie kürzlich zu Wahlkampfzwecken gefordert, fehle die Notwendigkeit. Das beste Mittel gegen Jugendkriminalität seien Chancengleichheit bei der Bildung und beim Finden eines Ausbildungsplatzes.
Zum Schluss stimmte er die anwesenden Gäste zuversichtlich. In Deutschland habe man gewaltige Chancen. Als Exportnation Nummer 1 habe man das Know-How z.B. im Energiebereich, anderen Ländern Lösungen anzubieten. Der Welthandel werde in den nächsten Jahren weiter wachsen. Mit dem Geld für Technologien, die wir exportieren, könnten auch die Probleme in unserem Land gelöst werden.

Nach anhaltendem Beifall bedankte sich der 2. Vorsitzende des SPD Ortsvereins Stephan Naumann bei MdB JörgTauss und den übrigen Referenten für ihre gelungenen Vorträge. Als kleines Dankeschön überreichte der 1. Vorsitzende Hans-Georg Kruse dem Hauptredner Most und Birnenschnaps aus Altenrieter Produktion, eine Neujahrsbrezel und eine Broschüre mit Informationen zur Geschichte von Altenriet. Auch die beiden Überbringer der Grußworte, Pfarrer Frank Wössner und Bürgermeister Bernd Müller wurden mit einer Flasche Wein bedacht. Zum Schluss dankte der 2. Vorsitzende noch allen übrigen Helfern, Unterstützern und Mitwirkenden, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.
Bis spät in die Nacht verweilten die Besucher bei guten Getränken und interessanten Gesprächen im ev. Gemeindehaus von Altenriet.

Stephan Naumann, SPD Ortsverein Altenriet

 
 

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