Stimmen aus der Bevölkerung

zu einer möglichen Golfplatzerweiterung und der
damit verbundenen Abholzung des Rainerwaldes

Die in nachfolgender Übersicht aufgeführten Meinungsbeiträge zu obigem Thema geben die persönliche Ansicht der jeweiligen Verfasser, nicht die der Redaktion dieser Internetseite wieder. Damit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen können, behalten wir uns Kürzungen vor.
Schon jetzt bedanken wir uns bei allen Autoren von Meinungsbeiträgen für Ihre Unterstützung.
Ihr SPD Ortverein Altenriet
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23.11.2007, Werner Dolde aus Altenriet:
Lieber Vorstand der SPD Altenriet!
Zunächst stelle ich fest, dass mir der heutige Golfplatz auch als Altenrieter "Nichtgolfer" viel lieber ist als die früher geplante Erddeponie im Rainerwald. Die Golfanlage mit neuem Clubhaus kann sich sehen lassen und ich finde es erfreulich, dass wir in der Nähe diese schöne Sport-Anlage haben mit herrlicher Aussicht zur Schwäbischen Alb.
Einer Erweiterung um 9 Loch zulasten des Waldes stehe ich aber sehr ablehnend gegenüber, kann jedoch die sportlichen Erfordernisse (z.B. bei Austragung größerer Turniere) nicht beurteilen.
Allerdings vermisse ich eine Geländeübersicht, aus der hervorgeht, welche Schneisen in den Wald geschlagen werden sollen. Möglicherweise gibt es anderweitige und bezahlbare Möglichkeiten, nicht bewaldete Flächen noch an die jetzige Anlage anzubinden und so den außerordentlich wichtigen Wald auch für unsere Nachkommen zu erhalten.
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17.11.2007, Elsbeth Speiser aus Neckartenzlingen:
Sehr geehrter Herr Naumann,
als Bürgerin aus Neckartenzlingen möchte ich mich auch zum Thema Rainerwald äußern. Obwohl ich es jedem Bürger gönne, sich seinem perönlichem Hobby zu widmen, solange er die berechtigten Interessen seiner Mitmenschen achtet, bin ich jedoch der Meinung, dass die Abholzung von 19 ha Wald für den Freizeitsport einer kleinen Gruppe von Bürgern zu weit geht.
Da unsere Kinder und Kindeskinder auf immer enger werdendem Rau leben müssen, sowie immer größer werdenden Umweltverschmutzung ausgesetzt sein werden, finde ich es unverantwortlich, der Erweiterung des Golfplatzes tatenlos zuzusehen, zumal auch der Rainerwald für viele Bürger als Naherholungsgebiet dient und in einer der schönsten Landschaften des Kreises liegt.
Elsbeth Speiser, Schwalbenweg 1, 72654 Neckartenzlingen
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15.11.2007, Ernst Weiß aus Altenriet:
19 ha Wald opfern für eine Lust der Reichen, 19 ha Wald opfern gegen die Natur und die Tiere. Ganz abgesehen davon, dass ein Stück Ruhe und Erholung für Mensch und Tier verloren geht.
Wenn man die Geschichte über das Hofgut Hametweil liest und an die Gräber im Wald denkt, dann muss man sich fragen:
Muss das sein? Hat die Familie gar keinen Stolz mehr?
In diesem Zusammenhang ist sicher auch die Sorge erlaubt: Existiert die Menschheit in Zukunft von Golfplätzen und Pferdekoppeln?
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12.11.2007, Theodor und Ursula Bauer aus Altenriet:
Unser Protest:
Das Abholzen des gesunden Rainerwaldes zu Gunsten des Golfplatzes und damit einiger weniger Golfer ist in unseren Augen ein weitreichender Eingriff in die Natur und ein Frevel am Waldbestand. Es ist unglaublich, dass ausgerechnet Hammetweil meint, eine 27-Loch-Anlage haben zu müssen. Alle Golfplätze der weiteren Umgebung leben mit 18-Loch-Plätzen!!!
Es wird doch wirklich deutlich genug über Klimaveränderungen und die Folgen diskutiert, so dass jeder zur Erhaltung der Wälder beizutragen hat. Es nützt wenig, nur über die Abholzung der Regenwälder zu protestieren.
Wir können den Golfplatz aus Fenster und Balkon einsehen. Nur wenige Personen sehen wir, keine Überfüllung!!! - Also nur für ein paar wenige Golfer soll der Wald weichen.
Es bleibt der Verdacht, einige Personen erwarten Vorteile, wenn sie befürworten.
Anbei ein Artikel aus der Stuttgarter Zeitung. Schaurig dumm, wenn man hört: "Sie haben ja sowieso keine Waldarbeiter, dann kann man ja auch abholzen"!!!!!! Schade, dass man so oberflächlich denken kann.
Zum Interview des Bürgermeisters in der Stuttgarter Zeitung erlaube ich mir zu sagen, die dort aufgeführten Argumente zu Gunsten der Rodung des Waldes waren fadenscheinig, um nicht zu sagen: Peinlich!!!
In der Hoffnung, dass die Vernunft siegt, haben wir diese Zeilen verfasst.
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11.11.2007, Dieter Kittelberger (Gemeinderat) aus Altdorf:
Dem Beitrag von Frau Hartmann und Herrn Eitel kann ich nur zustimmen. Als Gegenbeispiel für einen Verein dessen Sportart weniger vom Geld regiert ist, kann man den MSC Köngen-Wendlingen sehen. Deren angestammtes Vereinsgelände wurde dem Naturschutzgebiet zugeordnet. Da dieser Verein eher eine „Nischensportart“ betreibt, gab es keine Lobby und nur mit sehr viel „ehrenamtlichen“ Einsatz konnte Ersatz beschafft werden.
Aber der liebe Geldadel dem es beliebt Golf zu spielen meint wohl mittlerweile alles kaufen zu können. Schade finde ich, dass eine 18 Loch Anlage nicht genug sein kann, nein wir kaufen noch mehr, mehr mehr…
Da ich mich im Golfspiel nicht auskenne, bleibt für mich am Schluss die Frage: Wo gibt es sonst noch Anlagen mit mehr als 18 Löchern?
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09.11.2007, Inge Hartmann und Hans-Peter Eitel aus Neckartenzlingen:
Was vor Jahren noch das Tennis war ist heute der Golfsport. Eine Sportart in der sich Gutbetuchte und die die es gerne wären vom normalen Fussvolk abgrenzen wollen. In einigen Jahren ist dann eine neue Sportart " in " und dann ist der Wald abgeholzt und keiner geht mehr hin. Dass Industriebosse alles tun, um Gewinne zu erzielen ist hinreichend bekannt, dass aber Gemeinden nur den Mammon sehen und gegen Ihre Bürger abstimmen ist " fast " neu. Denn es wird dann nicht bei der Golfplatzerweiterung bleiben, die Parkmöglichkeiten sind heute schon knapp, ob dann die Gastronomie ausreicht ist fraglich und so wird es immer weitergehen. Man kann da als echter Schwabe nur sagen: " Herr schmeiß Hirn ra ! "
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22.10.2007, Annika Hering (10 Jahre alt) aus Altenriet:
Ich finde es auch doof, dass der Rainerwald abgeholzt werden soll. Meine Freundin und ich haben auch schon viel dagegen unternommen. Wir haben Unterschriften in Altenriet gesammelt und ein großes Plakat gemalt.
Uns ist der Rainerwald sehr wichtig, weil dort sehr viele Tiere leben und vielleicht auch seltene Tiere, und es unser einziger Wald ist, den wir hier in Altenriet haben. Die Kindergartenkinder machen dort ihre Waldtage, auch mit der Schule gehen wir in diesen Wald und untersuchen den Wald und finden auch tolle Dinge. Wir waren auch schon mit dem Ökomobil dort.
Ich finde es wichtig, den Wald zu schützen, wegen dem Klima und um eine saubere Luft zu erhalten.
Beim Unterschriften sammeln haben wir eine Frau kennengelernt, die hat Asthma und muss mit einem Atemgerät atmen. Sie hat gesagt, dass sie es eine Schande findet, dass der Wald abgeholzt wird, da sie ja jetzt schon so schlecht atmen kann und die Luft dann nur schlechter wird.
Die Erwachsenen sollten nicht nur an sich denken und ans Geld verdienen. Sie sollten an uns Kinder und die Umwelt denken, die für uns noch lange erhalten bleiben soll.
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20.10.2007, Familie Franke aus Neckartenzlingen:
Sehr geehrter Herr Kruse,
sehr geehrter Herr Naumann,
ich bin kein Altenrieter, freue mich aber sehr darüber, dass es Menschen gibt, die sich für den Erhalt des Rainerwaldes einsetzen. Der Golfplatz ist heute schon groß, aber man kann und muss damit leben.
Leider ist die Verbindungsstraße nach Pliezhausen sehr schmal und an einem schönen Sonntag von den Golfern zugeparkt, da auch der vergrößerte Parkplatz bei weitem nicht ausreicht. D.h. durch die Erweiterung des Golfplatzes um 9 Loch muss mit noch mehr Autos und mit noch mehr Verkehr gerechnet werden. Dadurch macht es auch den "Nichtgolfern" keinen Spass einmal um den Golfplatz zu wandern.
Wo bisher mit dem Rainerwald noch eine intakte Natur zum wandern und die Seele baumeln einlädt, wird für den "Nichtgolfer" nachher keine Möglichkeit mehr bestehen, in Ruhe die Natur zu genießen. Auch die Tiere werden aus ihrem angestammten Revier vertrieben. Für viele schützenswerte Tiere wird durch die Abholzung des Rainerwaldes der Lebensraum kleiner oder sie werden ganz verschwinden.
Somit stellt sich nun die Frage:
Was ist wichtiger? Den Rainerwald als Lebensraum für viele Tiere, als Naherhohlungsgebiet für viele Menschen und wie bisher festgelegt als Grüngürtel zu erhalten oder sich für mehr Golfer und damit mehr Geld, u.a. für die Gemeinde, zu entscheiden?
Es wäre ja fast schon mutig wenn nicht sogar originell, wenn sich die entscheidenden Damen und Herren für die Natur einsetzen würden. Es gibt ja zurzeit genügend prominente Vorbilder, u.a Frau Merkel, die sich für den Klimaschutz einsetzen.
Warum also nicht auch die Gemeinde Neckartenzlingen?!
Wir sind absolut dafür den Rainerwald so zu erhalten, wie er jetzt ist!
Mit freundlichen Grüßen
Familie Franke aus Neckartenzlingen
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10.10.2007, Paul-Heinz Eberwein aus Neckartenzlingen:
Abholzung im Rainerwald. Auch ich bin dagegen. Kein Golf zwischen Keltengräbern. Auch die Grabhügel müssen erhalten bleiben. Ich habe die Grabhügel selbst angeschaut. Da ist ein Kulturerbe im Wald versteckt. Super!
Mit freundlichen Grüßen
Paul-Heinz Eberwein
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10.10.2007, Arwed und Erika Lippke aus Altenriet:

Es gibt Leute, die Golf spielen. Und es gibt Menschen, die keiner so elitären Sportart nachgehen. Das ist allerdings den Golfspielern gegenüber eine Riesenmehrheit. Oft sind es Bürger, die die Natur brauchen, um sich vom Alltagsstreß zu erholen. Und, was auch ganz entscheidend zu bedenken ist: Der CO²-Ausstoß und andere Umweltverschmutzungen belasten unsere Atemluft, unser Klima und unsere Gesundheit. Da geht es um jeden Baum, der hilft, die Luft zu verbessern. In dieser Situation ist es völlig unverständlich, daß irgendjemand der Absicht, den Rainerwald abzuholzen, damit der Golfplatz ein paar "Löcher" mehr bekommt, zustimmen könnte. Verantwortungsbewußte Menschen können das nicht sein.
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09.10.2007, SPD Ortsverein Altenriet, 1. Vorsitzender Hans-Georg Kruse:
Liebe Altenrieter Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Neckartenzlinger,
der Golf Club Hammetweil plant eine Erweiterung der bereits vorhandenen 18-Loch-Anlage und will zusätzlich eine weitere 9-Loch-Anlage bauen. Wir haben den Artikel des Reutlinger General Anzeiger vom 08.09.2007 mit weiteren Details zu diesem Thema beigefügt. In besonderem Maße sind wir Altenrieter Bürger von dieser Maßnahme betroffen. Der Rainerwald ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern beherbergt eine Menge schutzwürdiger Tiere. Bei allem Verständnis den ich selbst als Unternehmer für Erweiterungsmaßnahmen habe, bin ich dennoch der Auffassung, dass diesem Ansinnen und einer (auch nur teilweisen) Abholzung des Rainerwald entgegengewirkt werden muss. Wir sind strikt gegen eine Verwirklichung dieses Planes und werden ggf. geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.
Mit freundlichen Grüßen vom SPD-Ortsverein Altenriet
Hans-Georg Kruse, 1. Vorsitzender
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08.10.2007, Maureen Rüffert aus Altenriet:
Ich finde es schrecklich, wenn der Rainerwald für die Erweiterung eines Golfclubs abgeholzt wird. Was wird aus den Rehen, Hirschen, Wildschweinen, Füchsen, den Eichörnchen und Hasen (alle diese Tiere konnte ich in den letzten Jahren dort beobachten)? Versuchen Sie bitte unbedingt die Zerstörung des Rainerwaldes zu stoppen. Ich bin der Meinung, Sie sollten versuchen, so intensiv wie möglich die Öffentlichkeit zu informieren und sich gegen die Abholzung einsetzen, bevor es zu spät ist. Golf ist ein teurer Sport, so dass die Erweiterung der Golfanlage nur einer ausgewählten Randgruppe der Gesellschaft zugute kommt, wogegen der Wald für jedermann offensteht.
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07.10.2007, Ernst Kümmerle aus Altenriet:
Den Rainerwald wegen einer Golfplatzerweiterung abzuholzen ist eine Sünde.
Ich war in meiner Jugend oft im Rainerwald und habe dort z.B. Bucheckern gesammelt
und diese dann nach Neckartenzlingen zur Ölmühle gebracht.
Der Rainerwald stellt eine wichtige Frischluftschneise für uns und den Raum Stuttgart dar.
Ich bin tief enttäuscht von unserer Nachbargemeinde Neckartenzlingen, die diese Waldvernichtung aus Gewinnstreben unterstützt.
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zuletzt geändert: 28.11.2007

 

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